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Des Pfarrers Tochter im Taubenhayn : Volkssage nach Bürgers Ballade dargestellt / von Ew. Dietrich
Entstehung
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Eben jetzt erhob ſich in ſeiner Studier⸗ 3 ſtube von ſeinem Lehnſeſſel der Pfarrer zu Taubenhayn, und wiederholte, ans Fenſter 14 tretend, die Schlußworte der eben memorir⸗ ten Feſttagspredigt: Sehet zu, daß euch Niemand eu re Krone raube!! - Nun uͤberblickten ſeine Augen die herrli⸗ che Ausſicht, die ſich vor ſeiner Studierſtube eroͤffnete, bald ruhten ſie auf den gruͤnenden Bergen, bald auf dem Wellenmeere der jun⸗ gen Saaten, bald auf dem nahen Obſtgar⸗ ten, der das herrſchaftliche praͤchtige Schloß umbluͤhte. Herrl wie biſt du ſo groß in deie nen Werken!

ſtammeln ſeine Lippen, da ſenkt ſich ſein Blick, ſein Antlitz wird ernſter, blaͤſſer, ausdrucks⸗ voller; eine bange Erinnerung ſcheint ſich in ihm zu ſpiegeln, unwillkuͤhrlich traͤufelte eine Thraͤne uͤber die braͤunliche Wange, denn ſein Auge 86 anf den nahen Gotkesacken

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