333 Ihnen freilich glauben; ja wahrlich, nachdem ich mir Beide nun genauer betrachtet habe, glaube ich, ich würde Sie allenthalben auf den erſten Blick erkannt haben! Ach, meine lieben Miß Peckniffs, daß Sie doch wüßten, wie glücklich mich Ihr Papa gemacht hat!“
Sie ſchloß Beide in ihre Arme, und zog, da ſie im ſelbem Augenblicke, ſey es nun von ihren Gefühlen oder dem rauhen, dichten Morgennebel überwältigt worden war, ein kleines Taſchentuch aus dem Körbchen, um ſich damit die Augen zu wiſchen.
„Sehen Sie, meine gute Madame,“ hub Herr Pecks⸗ niff an,—„ich kenne zwar die Geſchäftsordnung Ihres Hausweſens, und weiß, daß Sie nur männliche Gäͤſte be⸗ herbergen; als ich von Hauſe wegfuhr, dachte ich bei mir, Sie würden vielleicht auch meinen Töchtern Obdach geben, und um ihretwillen eine Ausnahme von der Regel machen?!“
„Vielleicht?“ rief Frau Todgers mit beſonderem Nach⸗ druck,—„vielleicht?“ 4
„Je nun, ich darf ſogar ſagen: ich war deſſen im Voraus überzeugt,“ verſetzte Herr Pecksniff;—„ich weiß, daß Sie ſelbſt geräumig logirt ſind, und den Mäd⸗ chen vielleicht gerne ein trauliches Plätzchen gönnen, daß ſie wenigſtens nicht am Wirthstiſche erſcheinen müſſen!“
„Ach, die herzlieben Mädchen!“ rief⸗Frau Todgers; —„ich muß mir noch einmal die Freiheit nehmen!“
Frau Todgers wollte damit ſagen, daß ſie ſie noch einmal umarmen müſſe, was ſie denn auch alsbald that, und zwar mit einer ordentlichen Innigkeit. Der eigent⸗ liche Grund davon war aber, daß das ganze Haus mit Ausnahme eines einzigen Bettes beſetzt war, und da die⸗ ſes nunmehr von Herrn Pecksniff in Anſpruch genommen werden ſollte, brauchte ſie erſt etliche Bedenkzeit,— und zwar ſo viel— denn es war ein kitzlicher Punkt, die
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