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Herberge für den geehrten Handelsſtand, M. Todgers.
Beſagter Herr Todgers ſchien indeß noch nicht auf den Beinen zu ſeyn, denn Herr Pecksniff mußte zweimal pochen und dreimal klingeln, ohne daß Jemand Anderes ſich rührte, als ein Hund auf der andern Seite der Gaſſe. Endlich wurden mit kreiſchendem Krachen eine Kette und ein paar Riegel zurückgeſchoben, als ob das Wetter beſagte Sicherheitswerkzeuge heißer gemacht habe, und ein kleiner Junge mit einem dicken rothen Kopf und einer Naſe, die nicht des Erwähnens werth iſt, ſo wie mit einem ſehr ſchmutzigen Wellingtonſtiefel am lin⸗ ken Arm producirte ſich, rieb vor lauter Erſtaunen die kaum erwähnte Naſe mit dem Rücken ſeiner Schuhbürſte und äußerte— gar Nichts.
„Sind die Leute noch zu Bette, guter Freund?“ fragte Herr Pecksniff.
„Noch zu Bette,“ wiederholte der Burſche,„mein Sechs! ich wollte, ſie wären noch zu Bette— die Leute machen einen ordentlichen Lärmen im Bette, denn Alle ſchreien auf einmal um ihre Stiefel. Ich dachte, Sie wären der Zeitungsausträger und habe mich wahrlich ge⸗ wundert, warum Sie ſich nicht wie gewöhnlich des Git⸗ ters an der Hausthüre bedienten. Was ſteht Ihnen zu Dienſten?“
1 Hinſichtlich ſeiner Jahre, deren ſicherlich noch wenige über ſeinen Schädel hingezogen waren, hätte man von dem Burſchen behaupten können, daß er ſeine Frage mit wahrhaft finſterer und gewiſſermaßen mißtrauiſcher Miene geſtellt habe. Herr Pecksniff ſchien ſich indeß an dieſes ſein Betragen gar nicht zu kehren, ſteckte ihm eine Karte in die Hand und bat ihn, dieſe einſtweilen hinaufzutragen und ihm ein Zimmer anzuweiſen, das ſchon geheizt ſey.


