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Ein Weihnachtslobgesang in Prosa : das heißt: eine Weihnachts-Geistergeschichte / von Charles Dickens (Boz). Frei nach d. Engl. von Erwin von Moosthal
Entstehung
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Die Tretmühle und das Armengeſetz ſind alſo noch

in voller Kraft? fragte Scrooge weiter.

Sie haben beide noch vollauf zu thun, erwiderte der Fremde. 4

Das iſt mir lieb zu vernehmen, meinte Scrooge; was Sie da anfangs ſagten, ließ mich beinahe fürchten, es habe ſich irgend Etwas zugetragen, das ihr nutzbringen⸗ des Beſtehen gefährdet habe; nun bin ich froh, das Ge⸗ gentheil zu vernehmen. 4

In der Ueberzeugung, fuhr der Fremde fort, daß dieſe Anſtalten keineswegs hinreichen oder im Stande ſind, der Menge die chriſtliche Fröhlichkeit und entſprechendes Wohlbehagen des Geiſtes und Körpers zu verſchaffen, haben ſich Etliche von uns zu dem Bemühen vereinigt, ein kleines Capital zuſammenzubringen, womit wir den Armen Speiſe und Trank und Schutzmittel gegen den Winterfroſt

verſchaffen wollten. Wir haben die gegenwärtige Jahres⸗

zeit gewählt, weil ſie vor allen andern eine Zeit iſt, wo Mangel doppelt fühlbar und Ueberfluß doppelt zum Geben geneigt iſt. Wie viel darf ich für Sie niederſchreiben?

Gar nichts! verſetzte Scrooge.

Sie wünſchen alſo wohl, nicht genannt zu werden? fragte der Fremde.

Ich wünſche jetzt allein zu bleiben! war die Ant⸗ wort des filzigen Alten;wenn Sie wiſſen wollen, was

ich wünſche, meine Herren, ſo kann ich Ihnen nur dieß

zur Antwort geben. Ich mache mir ſelbſt über Weihnach⸗ ten keine guten Tage, und kann noch weniger dazu beitra⸗ gen, dem faulen Volk gute Tage zu machen. Ich trage bereits zur Aufrechthaltung der vorerwähnten Anſtalten bei, die mich ſchon genug koſten; wem es alſo ſchlimm geht, der mag ſich dorthin wenden.

Manche können nicht dorthin gehen, verſetzte der fremde Herr,und Andere würden lieber ſterben, als dieß thun.

Wenn ſie lieber ſterben würden, verſetzte Scrooge,

ſo möchten ſie vielleicht am beſten daran thun, weil ſie