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Ein Weihnachtslobgesang in Prosa : das heißt: eine Weihnachts-Geistergeschichte / von Charles Dickens (Boz). Frei nach d. Engl. von Erwin von Moosthal
Entstehung
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10 Seien Sie nur nicht unzufrieden Oheim! rief der ₰☛

Neffe.

Was ſoll ich denn anders ſein? entgegnete der Oheim,ſo lange ich in einer ſolchen Welt voll Nar⸗ ren lebe? Vergnügte Weihnachten? Zum Henker mit vergnügter Weihnachtszeit! Was iſt Weihnachten für Dich anders als eine Zeit, wo Du Rechnungen bezahlen ſolleſt, ohne Geld zu haben? Eine Zeit, wo Du Dich ſelbſt um ein Jahr älter und nicht um ein Haar reicher findeſt? Eine Zeit, wo Du die Bilance in Deinen Büchern ziehſt und jeder Poſten in denſelben Dir durch ein ganzes volles Dutzend von Monaten hindurch nur Schaden eintrug? Wenn ich meinen Willen durchſetzen könnte, ſetzte der Alte voll Entrüſtung hinzu,müßte jeder Dummkopf, der die Wortevergnügte Weihnachten hören läßt, mit ſeinem eigenen Pudding abgekocht und mit einem Bratſpieß von Hollunderholz im Herzen in's Grab gelegt werden; das ſollte er mir in der That!

Oheim! wagte der Neffe einzuwenden. Allein die⸗

ſer unterbrach ihn alsbald. Neffe! erwiderte der Oheim,ſeiere Du Deine Weih⸗

nachten auf Deine eigene Weiſe und laß mich die meinige

auf meine Art feiern. 1 So feiert ſie, aber ich weiß wohl, Ihr thut's doch

Dafür laß mich nur allein ſorgen! meinte der Alte, mag Dir viel Glück aus dem Deinigen erblühen, ſo viel oder noch mehr, als Dir die Weihnachtszeit ſeither ſchon gebracht hat. 3 3

Es gibt mancherlei Dinge, kann ich ſagen, von de⸗ nen ich Nutzen oder wenigſtens etwas Gutes gezogen haben möchte, wenn ich die Gelegenheit wahrgenommen hätte, verſetzte der Neffe;Weihnachten gehört auch darunter; ich bin uüberzeugt, ich habe ſtets, wenn die Weihnachtszeit herankam, dieſe für eine ſehr gute Zeit gehalten abge⸗ ſehen von der Verehrung, die ich ihrem geheiligten Namen und Urſprung ſchuldig bin, wenn man von irgend Etwas,

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