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Ein Weihnachtslobgesang in Prosa : das heißt: eine Weihnachts-Geistergeschichte / von Charles Dickens (Boz). Frei nach d. Engl. von Erwin von Moosthal
Entstehung
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was mit ihr zuſammenhängt, abſehen kann. Es iſt in der That eine menſchenfreundliche, herrliche, vergnügte Zeit voll Wohlwollen, Vergebung, Uneigennützigkeit, und die einzige Zeit im langen Kalenderjahre, die ich kenne, wo Mann und Weib gleichſam einſtimmig ihre aufgeſchloſſenen Herzen freiwillig zu öffnen und an die Menſchheit unter ihnen zu denken ſcheinen, als ob dieſe wirklich Mitwallfahrer zum Grabe hin und nicht eine andere Gattung von Geſchöpfen und für ein anderes Lebensziel beſtimmt wären. Und deß⸗ halb auch, Oheim, obwohl die Weihnachtszeit mir nie einen Schatz von Gold und Silber in die Taſche gebracht, glaube ich dennoch, daß ſie mir recht viel Gutes gethan hat und noch viel mehr thun wird, und darum ſage ich auch von ganzem Herzen: Gott ſegne ſie!

Der Schreiber in dem Teich nebenan gab unwillkür⸗ lich ſeinen Beifall darüber zu erkennen, merkte aber alsbald, daß er dadurch eine Unſchicklichkeit begangen, und ſchickte ſich darum an, das Feuer wieder anzuſchüren, bei welchem Bemühen er auch den letzten ſchwachen Funken unter der Aſche wieder auslöſchte.

Laßt mich nicht wieder einen ähnlichen Ton hören, ſonſt werde ich mich um einen andern Commis umſehen! rief Scrooge ſeinem Commis zu, und zu ſeinem Neffen ge⸗ wendet fuhr er fort:Du haſt ja ein merkwürdiges Red⸗ nertalent und ich wundere mich nur, daß Du nicht ſchon lange im Parlament ſitzeſt.

Zürnen Sie mir nicht, Oheim! bat der Neffe; beſuchen Sie uns lieber morgen und ſeien Sie unſer Gaſt bei Tiſche. 1 Scrrooge ſagte zwar zu, gab aber ſeiner Zuſage noch ein anderes Anhängſel, indem er ſagte: er wolle ihn in ſeiner Noth und Verlegenheit zuletzt beſuchen.

Was meinen Sie denn damit? rief der Neffe; wie ſoll ich denn das verſtehen?

Warum haſt Du Dich denn verheirathet? fragte Serooge.

Weil ich verliebt war, verſetzte der Neffe.

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