Teil eines Werkes 
14.-17. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

vollſten Zeiten nicht, und deren waren viele, den Vor⸗ wurf gemacht, daß ich etwas anders, als mild und gleichmüthigen Geiſtes ſey. Machen Sie ſich nichts daraus, mir zu widerſprechen, wenn Sie zu fühlen mei⸗ nen, daß es Ihnen gut thut, Ma'am, ſagte ich oft, denn Sie wiſſen wohl, auf Sairah kann man ſich ver⸗ laſſen, daß ſie's nicht wieder zurückgibt. Aber ich will nicht in Abrede ſtellen, daß ich an dieſem Tag ſchwer geärgert und betrübt wurde, und noch dazu, Gott be⸗ hüte, mit gutem Grunde.

Inzwiſchen hatte ſich Mrs. Gamp(denn die Spre⸗ chende war niemand anders, als dieſe erfahrene Prak⸗ tikerin) mit Toms Beiſtand in eine kleine Ecke zwiſchen Ruth und dem Geländer gearbeitet, wo es ihr, nach manchem ſchweren Athemzuge und nach Ausführung mancher gefährlichen Evolutionen, mit dem Schirme endlich gelang, es ſich hübſch gemächlich zu machen.

Und welches von dieſen dampfenden Ungeheuern iſt wohl das Ankworks⸗Boot? Ich möchte es gerne wiſ⸗ ſen, Gott behüte! rief Mrs. Gamp.

Welches Boot meinen Sie?, fragte Ruth.

Das Ankorks Paketſchiff; erwiderte Mrs. Gamp. Ich will Sie nicht täuſchen, meine Süße! Warum ſollte ich auch?

Das in der Mitte dort iſt das Antwerper Paket⸗ boot, ſagte Ruth.

Und ich wollte, es wäre in Jonas'ens Bauch! ſchrie Mrs. Gamp, welche augenſcheinlich in dieſem merkwürdigen Stoßſeufzer den Propheten mit dem Wall⸗ ſiſche verwechſelte. Ruth erwiderte nichts. Als aber Mrs. Gamp ihr Kinn auf das kalte Eiſengeländer

lehnte, fortfuhr, angelegentlich auf das Antwerper Boot

hinzuſehen und von Zeit zu Zeit in kurzes Stöhnen aus⸗

brach, da fragte Miß Pinch endlich, ob vielleicht ihr

Gatte oder eines ihrer Kinder dieſen Morgen eine Reiſe antrete. 3

etwas erweicht,hat mir je, auch in den prüfungs⸗