Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Schluß. 323

hiedurch. Aber ein anderes Wort von dir hat mich er⸗ ſchreckt und traurig gemacht, mein Schweſterherz. Du ſagteſt: mit dem, was ihm von mir zufällt. Hebe, meine Schweſter, und du ſelbſt und Hoven?

Sie ſah ihn eine Weile ſchweigend und träumeriſch an, bevor ſie zur Antwort kam.Sei nicht thöricht, lie⸗ ber Alter, redete ſie mit einem klaren, heiteren Blicke. Jetzt muß ich ſagen, wie du vorhin: Du biſt zu ver⸗ ſtändig, um im Ernſte zu glauben, daß Hoven's und mein Bund je etwas mit meinem oder einem anderen Vermögen zu thun haben oder davon abhängig ſein könnte. Laß das gehen, Alter.

Und doch, Schweſter, und doch! ſagte er; er hielt noch ihre Hände feſt und ſein Blick wurde noch milder, noch weicher;weßhalb willſt du auf das verzichten und den Freund auf das verzichten laſſen, worin ihr Beide euer beſtes Glück finden würdet?

Es flog über ihr Geſicht ein geiſterhaftes Lächeln, das dem bewegten Bruder eine Thräne ins Auge lockte, ohne daß er ſie zurückzudrängen, ohne daß er ſich ihrer zu ſchämen wußte. Er hatte Hebe niemals ſo geſehen.

Es wäre zu ſchön! flüſterte ſie nach einer Pauſe halb vor ſich hin und ſetzte erſt nach einem neuen Schwei⸗ gen, gegen Eberhard gewandt, milde und ernſt hinzu: Sieh, mein lieber Alter, dergleichen iſt uns nicht be⸗ ſtimmt, wenigſtens mir nicht. Ich habe nie daran gedacht und konnte niemals daran denken, daß Hoven's Leben an mein armes Daſein, an mich, wie ich nun einmal bin, gefeſſelt ſein ſollte. Der Schmerz hat mich nur einmal