Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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320 Dreiunddreißigſtes Kapitel.

geweſen. Sie blieb drunten in den grünen Anlagen in ihres Bruders Geſellſchaft. Und da redete er zu ihr.

Ich habe heute Morgen einen ungefähren Ueberblick über den Zuſtand von des Vaters Hinterlaſſenſchaft ge⸗ wonnen, ſagte er.Es ſteht noch viel ſchlimmer, als ich gefürchtet, und zum Theil faſt verzweifelt. Die Graf⸗ ſchaft bedarf eines tüchtigen, einſichtigen und willigen Herrn, und ich freue mich, daß ſie das alles der Haupt⸗ ſache nach in Eugen finden und ihm dafür zurückgeben wird, was er gebraucht, das iſt eine rechtſchaffene, an⸗ ſpannende und lohnende Thätigkeit. Wenn er einmal alles vereint, was uns gehört, wird er eine der ſchönſten Beſitzungen in ganz Deutſchland haben. Und dazu eine ſolche Frau! fügte er lächelnd bei, und ſein Auge ruhte freundlich auf den Anderen, welche eben in den Thurm traten;Stephanie macht ſich, macht ſich, Schweſter! Sie gefällt mir alle Tage beſſer; ich könnte den Jungen be neiden, wenn ich jünger wäre und ihn nicht ſo lieb hätte. Und wie lieb ich ihn habe, beweiſe ich damit, daß ich alle dieſe Scherereien für ihn auf mich nehme.

Sie hatte ihre Augen, die gleichfalls den Anderen gefolgt waren, jetzt zu ihm gewandt und ſah ihn eine Weile lang mit einem nachdenklichen Blicke an, bevor ſie bedächtig meinte:Du gedenkſt alſo wirklich, Eugen nach ſeiner Rückkehr gleich in den Beſitz treten zu laſſen und willſt ſelber nichts davon?

Den Kukuk will ich! verſetzte er munter.Ich habe reichlich genug an meinen alten Gütern und bin nicht Narr genug, mir in meinen Jahren noch ſolche Laſt