Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Schluß. 319

zu vernachläſſigen, andererſeits zu ſeinen alten Sorgen und Geſchäften noch ſo viel neue zu übernehmen.

Das erſte Mal, wo Cberhard dies beſtimmt und wie etwas ſich von ſelbſt Verſtehendes ausſprach, geſchah es auf einer einſamen Stelle und zwiſchen den Geſchwiſtern allein. Es war in der Mitte des Mai, als die einheimi⸗ ſchen Truppen ſchon fort, als die jungen Freunde bereits nach Preußen hinüber waren und gerade am heutigen Tage in ihren erſten Briefen die Kunde von der Schlacht bei Lützen geſchickt hatten.

Die in Nieder⸗Rhoda Zurückgebliebenen, zu denen ſeit dem vorigen Tage jetzt alſo auch Graf Eberhard ge⸗ hörte, hatten ſich von Karſten Herbart nach der kleinen Inſel Höwd hinüberfahren laſſen, denn es war ein wun⸗ dervoller Frühlingstag, das Land mit ſeinen Wäldern ſtand im friſcheſten Duft und Schmuck, und die See war noch niemals ſchöner und verlockender geweſen als heute unter einem tiefblauen Himmel und einer ſtrahlenden Sonne, überflogen von einem kecken, fröhlichen Winde, der die weite Fläche mit luſtigen, blitzenden Wellen be⸗ deckte. Sie wollten das Erſcheinen der ſchwediſchen Kriegs⸗ und Transportſchiffe erwarten, die in dieſen Gegenden einen Theil der zum großen Kriege beſtimmten Armee Bernadotte's landen ſollten. Die beiden jungen Gräfinnen waren mit Vetter Chriſtian, dem kleinen Hector und Kar

ſten zum Thurm gegangen, der ſich auf der äußerſten Landſpitze erhob und von dem man eine faſt unbegrenzte Ausſicht auf das Meer hinaus hatte. Hebe aber war das Erſteigen desſelben, wie man denken kann, unmöglich