Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Im freien Lande. 297

hörte ſie endlich nichts als das eine, mehr gehauchte, als geſprochene Wort:„Eugen!“

Es war freilich für ſie genug, und Sophie Magdalene hielt die Couſine noch viel zärtlicher an ihrem Herzen.

So war der erſte Tag und der Morgen des zweiten in tödtlicher Stille und Einſamkeit verfloſſen. Dann mit dem Mittage dieſes zweiten, des erſten März, begann es wenigſtens draußen lebhaft und laut zu werden. Die Patrioten beſetzten zu dieſer Zeit, wie wir uns erinnern werden, das Dorf und warfen, was ſich dort von den Feinden zu halten verſuchte, mit blutigen Köpfen gegen das Schloß zurück. Sie hörten hier in den rückwärts ge⸗ legenen Zimmern zwar nur wenig von dem Lärm, aber ſie ſahen draußen auf der See demnächſt mehrere Boote entlang ſchießen, in denen ſie jetzt Fiſcher und Schiffer erkannten und dieſelben obendrein bewaffnet erblickten. Von den Douanen war nichts mehr zu ſehen; ſie waren abgeſchloſſen von der See, vielleicht ſchon aufgehoben; die Aufſtändiſchen waren wenigſtens hier die Sieger. Das war für die eingeſchloſſenen Bewohner des Schloſſes der erſte Lichtblick.

Dann aber kamen die folgenden Stunden mit ihren Schrecken. Fanny und die anderen Mädchen wurden von den Franzoſen zu ihren Damen hineingeſchickt, und ihnen auf dem Fuße folgte jener junge Offizier mit Vial's Mit⸗ theilung: Man möge ſich ruhig in den Zimmern halten und keinen Verſuch wagen, ſie zu verlaſſen, ſolle ſich auch auf einen oder einige Tage mit Lebensmitteln verſehen. Das Schloß möge demnächſt angegriffen werden und er,