Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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22 Einundzwanzigſtes Kapitel.

macht und ſchien mit Haut und Haar der Unſere. Aber daß er nach allen Seiten hin zu ſpioniren ſcheint— ſeid Ihr ſeiner völlig ſicher?“

„Deſſen? Hiebei vollſtändig!“ verſetzte der Andere eben ſo leiſe.„Wo er denen von Rhodenfelde und Drei⸗ heiligen Eins anzuhängen Ausſicht hat, iſt er drauf und dran und ſcheut nichts. Daß ich ihn übrigens mitge⸗ nommen— Befehl von oben, Kamerad. Es iſt möglich, daß man ihm dort in anderer Richtung auch nicht traut und ihn aus dem Wege und doch in guten Händen haben will. Mir kann er ſonſt auch geſtohlen werden.“—

Als ſie den Weg längs des Landrückens zurückgelegt hatten und auf das folgende höher gelegene Terrain ge⸗ langten, waren alle Spuren des Zuges zu Ende. Der Wind mußte hier arg gefegt haben, denn es lag wenig oder gar kein Schnee, die ſchwarzen Erdſchollen des auf⸗ gebrochenen Ackers traten überall hart gefroren zu Tage. Sie wanderten langſamer weiter, denn der Weg war nichts weniger als bequem. Deſſen ungeachtet hatten ſie aber ſchon nach einer Viertelſtunde die Liſière des Lehrs⸗ dorfer Buſches erreicht, wurden gleich darauf angerufen und alsbald von dem eilig herbei kommenden Brigadier mit zornigen Worten und Vorwürfen überſchüttet, daß ſie jetzt gerade, wo man jeden Augenblick den Zug erwarten müſſe, den beſtimmten Poſten verlaſſen.

Die Drei ſahen bald ſich, bald den zürnenden Vor⸗ geſetzten, bald ihre Umgebung, zu der jetzt auch General Renaud mit einigen Anderen getreten war, mit nicht ge⸗ ringer Beſtürzung an und waren, auch wenn ihnen der

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