Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Zug von Drohin. 21

und wiſſen, was es mit den Spuren iſt,“ erwiderte er eben ſo.„Vorſicht nützt nichts mehr.“

Damit ſchritt er vollends hinüber und man ſah ihn eine Strecke lang niedergebeugt den Boden unterſuchen. Als er nach einer Weile zu ſeinen Gefährten zurückkehrte, meinte er aber nur einſilbig, niedergetreten ſei der Schnee freilich und auch Spuren ſchienen vorhanden zu ſein; doch ſei es zu einer genauen Unterſuchung nicht hell genug. Der nächſte Morgen werde Aufklärung bringen.

Der Elſäſſer ging nicht weiter darauf ein; er brachte dafür zur Sprache, was ihnen gegenwärtig zu thun ob⸗ liege, da man aller Wahrſcheinlichkeit nach beim Lehrs⸗ dorfer Buſch den Zug längſt vorüber gelaſſen habe. Die beiden Beamten entſchloſſen ſich endlich, dahin aufzu⸗ brechen. Der Diener hatte begreiflicher Weiſe nichts ein— zuwenden; er war, wie geſagt, auffällig ſtill geworden und geblieben und ſchien gar niedergedrückt zu ſein. Die Erſcheinung mochte einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht haben, und da ſie nun ihren Platz verließen, ging er den anderen Beiden ſchnell voran, und man konnte bemerken, daß er auf das ſorgfältigſte vermied, in den Weg des Geſpenſterzuges zu treten, vielmehr daneben durch den unverletzten, tieferen Schnee ging. Die Drei folgten nämlich dem Wege des Zuges, der allerdings der kür⸗ zeſte war.

Nach einer Weile— der Diener war an die zwan⸗ zig Schritte den Anderen voraus— fragte Salinger leiſe: „Weßhalb habt Ihr den Burſchen eigentlich mitgebracht, Dominik? Er hat ſich in S. zwar ernſtlich an uns ge⸗