Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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20 Einundzwanzigſtes Kapitel.

mehr zu erblicken war. Denn das Nordlicht war inzwi⸗ ſchen mehr und mehr erbleicht und faſt gänzlich verſchwun⸗ den, und das Sternen⸗ und Schneelicht war nicht hell genug, um einen Blick in eine weitere Ferne möglich zu machen. Und wie ſie in der Richtung gegen Lehrsdorf hin lauſchten, ſie vernahmen von dort nichts, was auf die Anweſenheit von Menſchen in jener Gegend, geſchweige denn auf ein entſtandenes Handgemenge hingedeutet hätte.

„Ich verſtehe das nicht,“ murmelte der Elſäſſer nach einem langen Schweigen.„Wir ſollten das Signal längſt gehört haben, der Zug muß bereits das Kloſter erreicht haben. Iſt etwas paſſirt oder der General nicht ge⸗ kommen?“

„Oder haben ſie auch wie wir Eſel nach dem Nord⸗ lichte geſehen und darüber die Zeit verpaßt?“ grollte Sa⸗ linger,„und nachher, wie wir, alle Hoſen voll Angſt ge⸗ habt? Uebrigens,“ fügte er in einem ruhigeren, ja, nach⸗ denklichen Tone hinzu,„es fällt mir jetzt erſt ein— ihre Zeit haben die Kerle nicht eingehalten. Es kann noch nicht Mitternacht ſein.“

Der Diener ſah nach der Uhr.„Es iſt halb zwölf,“ ſagte er.

„Alſo eine volle Stunde früher!“ bemerkte der Dou⸗ anier, und den Carabiner aufhebend, ging er vor gegen den Weg hin, den der Zug verfolgt hatte.

„Wohin, Kamerad, wohin?“ rief ihm der Elſäſſer lebhaft und lauter nach, als man bisher geſprochen.

Salinger wandte ſich um.„Ich muß den Weg ſehen

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