Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Zug von Drohin. 19

muß der alte, tolle Hund, der Karſten Herbart geweſen ſein! Ich habe die Canaille zu oft und oft im vergangenen Sommer zu Waſſer und zu Lande, bei Tage und bei Nacht beobachtet, um mich zu täuſchen!“

„Karſten Herbart— wo denkt Ihr hin, Salinger!“ ſagte der Elſäſſer nach einer Pauſe kopfſchüttelnd.„Der wird nach jenem Tollhäuslerſtück mit ſeinem Hauſe ſicher nicht im Lande geblieben ſein. Wo wollte er ſich ver⸗ bergen?“

„Wo? Der Teufel weiß das! Aber es muß einen ſolchen Platz geben! Es ſind, wie Ihr ſelber ſagt, in den letzten Monaten an zwanzig Burſchen und Männer, auf die Ihr ſo oder ſo ein Auge hattet, Euch unter den Hän⸗ den verſchwunden. Ueber die Grenze ſind ſie ſchwerlich gegangen. Wir müßten doch wenigſtens etwas davon erfahren, denn ich weiß es von S. her, daß wir drüben im M.'ſchen Augen genug haben—“

„Von denen wir leider nichts ſpüren,“ warf der An⸗ dere ein.„Aber gleichviel, Kamerad! Sei das alles, wie Ihr glaubt. In dem Burſchen eben müßt Ihr Euch doch geirrt haben. So weit laſſen ſich—“

„Ich ſage ja, daß ich die Canaille oft genug geſehen habe, bei Tag und Nacht, nahebei und von ferne!“ grollte Salinger.„Ich will von einem Hunde von Schmuggler erſchoſſen werden, wenn ich mich irrte, ſag' ich!“

Der Elſäſſer antwortete nicht, der Diener hatte ſeit dem Beginne des Zuges kein Wort mehr laut werden laſſen. Sie ſtanden und ſahen, jetzt vor dem Buſche ſtehend, dem Zuge nach, von dem gegenwärtig jedoch nichts