14 Einundzwanzigſtes Kapitel.
und die weiten Schneefelder ruhten in einer Beleuchtung, wie man ſie ſich nicht eigenartiger, magiſcher denken konnte. Die Drei ſtanden und ſchauten. Das Schauſpiel blieb
unverändert das gleiche, ſchöne und immer neue. Und 7 11. 5. 5. alles umher war todtenſtill, ſelbſt von jenen Lauten, die
man ſonſt in Wald und Feld zu jeder, auch der ruhigſten Stunde, bei Tag und Nacht ſtets vernehmen kann, und die andeuten, wie überall ein niemals vollſtändig ruhiges
Leben und Bewegen, Treiben und Schaffen herrſcht, ließ’ ſich gegenwärtig nicht einer vernehmen.—
„Beim Teufel und ſeinen Katzen— da ſind ſie!“ flüſterte plötzlich der deutſche Douanier, indem er jetzt die Hand ſeines Kameraden packte und zuſammenpreßte. Und als dieſer herumfuhr und auch der Diener das Geſicht nach rückwärts geworfen, hatten ſie allerdings einen Anblick, der ſie noch etwas mehr intereſſirte und noch ſchweigender ſchauen und lauſchen ließ, als bisher die Erſcheinung am Himmel.
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Denn da vor ihnen, wie geſagt, in der Entfernung von etwa fünfzig bis ſechszig Schritten, auf dem etwas erhöhten, feſten Rande zog der Zug von Drohin in laut⸗
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loſer Stille vorüber. Die Spitze desſelben war ſchon vor⸗ bei und ziemlich fern, doch erkannte man an derſelben
noch einige Männer zu Fuß; darauf kam eine größere Schar mit allerlei wunderbar geſtalteten, den Zuſchauern unbekannten Hörnern und anderen Muſik⸗Inſtrumenten.
Dann zwei Reiter auf gewaltigen, ſchweren Roſſen, die 1 . Ar e Schwerter geſenkt, die Köpfe ſtolz erhoben, in regungsloſer
Haltung; hinter ihnen folgte ein Sarg auf einer Bahre,


