Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Zug von Drohin. 11

Es entſtand eine lange Pauſe, in der keiner von den Dreien das Schweigen brach. Ringsum war alles noch eben ſo ſtill wie früher, und ſo weit man ſehen konnte, regte ſich nichts.

Endlich ſagte der Sitzende:Alſo geſtern Abend? Da verſtehe ich in der That unſere heutige Aufſtellung nicht. Denn ſo viel ich von dieſer Geſchichte begriffen habe, wiederholt ſich der Zug niemals bald, noch weniger in zwei einander folgenden Nächten.

Und ich begreife dieſe eure Aufſtellung nicht, ſprach der in der Chenille leiſe.Wenn der Zug wirklich kommt und aus ſolcher Zahl von Menſchen beſteht was ſollen dann dieſe eure vereinzelten Poſten nützen? Beabſichtigt der Herr General einen Angriff, ſo wäre es doch beſſer, eine größere Zahl auf irgend einem Punkte des Weges bei einander zu haben, ſollte ich denken. So ſind wir ja alle zum Nichtsthun und Zuſehen verdammt und oben⸗ drein in unſerer Vereinzelung

Was meint Ihr zu dieſem Taktiker, Kamerad? fragte der Stehende dazwiſchen, und der Ton dieſer Frage war voll von unverhehltem Hohn.Armer Teufel, küm⸗ mert Euch doch nicht um General Renaud's Maßnahmen und Anordnungen! Sie werden ſchon ohne Euch und uns fertig. Und da Ihr einmal mit auf dem Poſten ſeid, ſteht Ihr auch unter dem Militärgeſetz: Maul halten, Ordre pariren und nicht fragen noch denken.

Und doch muß ich noch einmal fragen, verſetzte der in der Chenille,und zwar weßhalb mußte ich denn eigentlich mit hinaus??