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Einundzwanzigſtes Kapitel.
Schmuggler werden ſich hüten, gerade hier durchzugehen, da ſie leider Gotts überall be quemere und zugleich ver⸗ ſtecktere, nähere Wege haben— und endlich, wo kämen dieſe Menſchen her?— Ihr,“ und er wandte ſich an den Mann in der Chenille,„müßt das alte Eulenneſt dort oben doch auch kennen und wiſſen, daß da von keinem Verſteck für mehrere Menſchen oder gar Pferde die Rede.“
Der Angeredete ſchüttelte den Kopf.„Ich glaube es auch nicht, aber ſchwören darauf kann ich nicht. Ich bin nur ein einziges Mal im vorigen Frühling in dieſe Ge—
gend und hinaufgekommen— zu einem Spaziergange⸗
iſt's ein wenig zu weit, und auf andere Weiſe kam Unſer einer gar nicht hieher; ja, ich bin, glaub' ich, nur zwei oder drei Mal überhaupt in Dreiheiligen geweſen. Der Graf und die Comteſſe nahmen faſt niemals Diener mit, höchſtens einen Reitknecht.“
„Aber einmal ſeid Ihr doch hinaufgekommen?“ fragte der Douanier.
„Ja, einmal. Ich war nach Unterwiek geſchickt, um 3 Fiſche zu einem Diner zu beſtellen, und als ich zurückkam, guckte mir der alte Thurm von droben herab in die Au⸗ gen, genau, als ob er mich zu ſich einladen wollte. Ich orientire mich gern in einer Gegend, wo ich mich aufhal⸗ ten muß, und ich hatte kurz vorher auch ein paarmal von Drohin ſprechen hören. Als ich in den Dienſt kam, er— zählte man mir eben von dem, was es hier zu erzählen gibt. So ritt ich denn ſo weit heran, wie ich konnte, band dann den Gaul an und durchkroch das alte Ge⸗ mäuer. Dabei habe ich denn freilich auch keinen Platz
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