Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Zug von Drohin. 7 pelz tief über die Ohren gezogen hatte. Einer der Erſte⸗ ren ſaß auf einem Steine und hielt den Carabiner, den Lauf gegen ſich gewandt, zwiſchen den Knieen. Sein Kamerad und der Dritte ſtanden nahe bei ihm und hatten den Rücken gegen die Stauden des Buſches gedrückt.

Für den Augenblick ſchwiegen alle Drei und ſchauten aufmerkſam theils nach vorn, theils links fort, wo ſich in der Entfernung von etwa zehn Minuten ausgedehntere Buſchmaſſen und über ihnen die faſt kahlen, ſchneeüber⸗ deckten Hügel von Drohin zeigten. Sie erblickten aber nach keiner Richtung hin auch nur eine Spur von Be⸗ wegung; alles lag in tiefer, unbeweglicher Ruhe, und ſo weit ſie umher horchten, ließ ſich nicht ein einziger Laut vernehmen. Es müßte denn von Zeit zu Zeit einmal der heiſere Schrei eines Raben, der Gott weiß wodurch in ſeiner Ruhe geſtört worden, vom Buſch herüber geklungen ſein.

Jetzt war der Mond untergegangen und die Sterne leuchteten allein auf das ſtille Feld. Das Gezweig des Buſchwerkes that ſeine Schuldigkeit und die Geſtalten der Drei verſchwanden vor nicht ſehr guten Augen faſt gänz⸗ lich in der durch dasſelbe verbreiteten Dämmerung.

Ich bleibe dabei, ſagte jetzt der eine Douanier leiſe, und er ſprach Deutſch,ich bleibe dabei, wenn die Sache ſich wirklich verhält, wie ihr es behauptet, und wenn man euch nichts aufband, ſo iſt ſie vollkommen un⸗ begreiflich. Das mit den Geſpenſtern iſt dummes Zeug, und Menſchen was zum Kukuk könnten Menſchen bei ſolchen Dummheiten für einen Zweck verfolgen?

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