Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Einundzwanzigſtes Kapitel.

beharrlich den ihm durch die Sage angewieſenen Weg aus den Drohiner Hügeln hervor, am Elsbruche vorbei einen ziemlich erhöhten und ſchmalen Wieſenrand entlang, über ein paar Fruchtfelder, gerade aus bis an den ſoge⸗ nannten Lehrsdorfer Buſch, hinter dem die Ruinen des Nonnen⸗Kloſters lagen. Weiter als bis an dieſen Buſch hatte ihn bisher niemand beobachtet. Von einem Ver⸗ folgen der unheimlichen Erſcheinung war begreiflicher Weiſe niemals die Rede geweſen; jeder, der ihn ſehen mußte, hatte Gott gedankt, wenn er ſich unverſehrt wieder allein ſah. Auch war dieſes unheimliche Weſen, wie wir wiſſen, nur ſelten bemerkt worden, und daß dieſes im vergangenen Herbſte und neuerdings wieder mehrmals ge⸗ ſchehen, machte freilich, bei der Bedeutung, die man der Erſcheinung unterſchob, auf das Volk dieſer Gegenden einen tiefen Eindruck, einen bei Weitem tieferen, als Ge⸗ neral Renaud annahm, als ſeine Douaniers und Gens d'armen berichten konnten. In ſeinem Aberglauben iſt das Volk noch viel ſcheuer und eiferſüchtiger verſchloſſen, als in irgend einem anderen geiſtigen Beſitz.

Man hatte, ſo viel man ſelbſt von denen erfahren konnte, die ſich auf ein Geſpräch über ſolche Dinge ein⸗ ließen, der unheimlichen Erſcheinung niemals nachgeforſcht, ſondern ſie ſo zu ſagen ſtets auf Treu und Glauben angenommen. Daß ſie erxiſtirte, ſchien nicht bezweifelt werden zu können, da ſie mehr als einmal von glaub⸗ würdigen, nüchternen und verſtändigen Leuten beobachtet worden war. Unter Anderen hatte auch der noch jetzt in Dreiheiligen angeſtellte Wirthſchafter den Zug im Sep⸗