Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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298 Zwanzigſtes Kapitel.

ich muß erſt wieder Land und Leute kennen lernen, ich muß wiſſen, was eigentlich in dem braven General ſpukt und weßhalb er uns mit ſeinem Beſuch beehrt. Ich muß wiſſen, was dein Großvater vorhat, daß er ſo überaus herzlich gegen mich iſt. Ich denke immer, er will mich oder vielmehr uns mit irgend etwas überraſchen. Und da du jetzt doch auf keinen Fall fort könnteſt, ſo reden wir über dein Gehen und Bleiben ſpäter, Stephanie. Nur um Eines bitte ich dich, fügte ſie lebhafter und mit einem hellen Blicke hinzu,wir ſind heute ſchon unvor⸗ ſichtig genug geweſen und wollen uns damit begnügen. Sie brauchen nicht zu wiſſen, daß du anders zu uns ſtehſt als bisher. Sei vorſichtig gegen mich, ſei vorſichtig gegen deine Couſine; dein Großvater iſt mißtrauiſch. Und wenn man ſchon unſer jetziges Beiſammenſein bemerkt hat du hatteſt mir einfach Mittheilungen aus einem Briefe deiner Mutter zu machen über neue Moden, über einen Heiraths⸗Antrag von einem eurer Magnaten für dich es war jetzt wieder die ganze Hebe, mit dem blitzenden, ein wenig boshaften Blicke, dem ſpöttiſchen Lächeln ich glaube ſogar, das iſt ein ſehr nutzbarer und nütz⸗ licher Einfall, Stephanie!

Es iſt wenigſtens kein bloßer Einfall, bemerkte das Mädchen mit finſterem Blick.Meine Mutter ſchrieb mir in der That ſo etwas.

Ah, charmant! Und wie nennt ſich dieſer Wohlthäter wider Willen? fragte Hebe lebhaft.

Es iſt der Kammerherr Graf von Stawarden, ver⸗ ſetzte Stephanie, die gleichfalls zu ihrer gewöhnlichen Weiſe