292 Zwanzigſtes Kapitel.
Ihrem hinteren Zimmer ſtatt gefunden, wenn ſie auch keine Namen—“
„Der Raucher und Trinker nennen könne?“ fiel Hebe ſpottend ein.„Gott weiß, daß ſie mir mein armes Zim⸗ mer auf Monate hinaus verdorben haben durch all den Dampf!— Alſo das ſind die Verſchwörer geweſen?“—
„Weiter weiß ich nichts, Tante,“ verſetzte Stephanie ernſt.„Ich fühlte mich nicht veranlaßt zu weiteren Fragen.“
„Ah!“ ſagte Comteſſe Hebe in einem aus Spott und Luſtigkeit gemiſchten Tone,„ich verſtehe jetzt das alles. Es iſt den lieben Menſchen bekannt geworden, daß ich eines von meinen Gemächern zum Rauchzimmer hergab. Herr von Vial hat dieſe Nachgiebigkeit und die Leiden⸗ ſchaft unſerer Herren für ihre Pfeifen nicht verſtanden, an eine Verſchwörung gedacht, Donna Joſephine als Spion angeſtellt, um mit ihrer Hülfe einen großen Fang zu machen. Das arme Geſchöpf aber findet ein anderes Amuſement, ſieht und hört nichts, ſchämt ſich und hält, nachdem Vial verſchwunden und ſie nicht mehr erwarten kann, bei Anderen mit ihren Einfällen zu reuſſiren, wohl⸗ weislich den Mund über dies alles— o lieber Gott!“—
Die junge Gräfin ſah die Tante eine Weile ſchwei⸗ gend und prüfend an.„Tante, Sie nehmen das alles ſehr leicht,“ bemerkte ſie endlich,„und doch—“
„Aber Kind, wie ſoll ich das denn anders nehmen?“ unterbrach die luſtige Dame lachend die Worte ihrer Nichte.„Ich ſehe aus dem allem nur, daß wir an dem Herrn Vicomte noch mehr verloren haben, als ich bisher


