Auch ein Tabakscollegium. 21
„Nicht doch, wir ſind vorgeſtern ſchon hinüber, und
weil's gar zu viel gegeben haben mag, über Nacht ge⸗ blieben.“
„Ueber Nacht? Sieh'nmal an! Und was gab's— Privatgeſchichten? Na, das geht mich nichts an,“ ſetzte der Greis hinzu, da er den Jäger zu ſeiner letzten Frage nicken ſah.„Wie ſieht's denn ſonſt drüben aus? Ich hörte, ſie wollten in Nieder⸗Rhoda wirklich einen feſten Douanenpoſten anlegen, hm?“
„Das auch,“ entgegnete Detlef, trank und ſtrich mit dem Mundſtück der Pfeife den langen grauen Bart, der die Lippen bedeckte, auseinander.„Aber davon iſt am Ende keine Rede,“ fuhr er fort.„Wir können nichts dafür und nichts dawider thun und egal kann es uns auch ſein; wenn es einmal zum Klappen kommt, iſt das wie Spreu. Aber die Privatgeſchichten, Vater, die gehen Euch diesmal doch was an, und die ſind's, über die ich mit Euch reden muß— der Karſten hier kann auch was dazu thun.“
„Ich?“ fragte der Seemann mit einer Art von gräm⸗ lichem Erſtaunen, welches dem ein wenig verdroſſenen Schweigen entſprach, in dem er ſeit ſeiner Zurechtweiſung durch den Schäfer verharrt hatte.„Wüßte nicht, was ich mit der Bagage zu thun haben könnte!“
„Na, brumme nicht, Alter,“ ſagte Detlef mit einer gewiſſen Freundlichkeit zu dem rauhen Burſchen hinüber⸗ blickend, der eben die Naſe wieder tief in ſein Glas ſteckte.„Sollſt gleich erfahren, wie es ſteht und was wir von dir wollen, und ich weiß, du biſt ein guter Kerl, der
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