20 Elftes Kapitel.
wie ich geſtern vom Hausmeiſter erfahren.— Sie könnten auch'was Beſſeres thun, als wie die Narren umher⸗ ſpringen.“
„Mein' ich auch,“ ſchob hier der Seemann wieder ein⸗ mal grollend ein,
Der Schäfer ſah die Sprecher eine Weile ſtarr an, zuckte dann die Achſeln und ſagte, den Blick ſenkend, ruhig:„ich hab's eben immer geglaubt und geſagt: die Schiefe iſt die Klügſte von allen und hat im kleinen Fin⸗ ger ſo viel Verſtand, wie alle Anderen nicht zuſammen
bringen!— Die ſolltet ihr zum General machen und
voranſtellen. Dabei, weiß ich, würde alles gut fahren.“
Karſten Herbart lachte mit Luſtigkeit heraus.„Nun ſeh' einmal Einer an,“ ſpottete er,„der Steffen fängt an in Zungen zu reden und Generale zu machen— Gene— rale in Unterröcken, für uns, Detlef! Hat der Teufel je ſo verdonnerte Einfälle gehört!“
Steffen wandte dem luſtigen Sprecher für eine Se⸗ kunde ſeine ernſten und kalten Augen zu, bevor er kurz entgegnete:„ſpotte dich ſelbſt aus, daß du ſo verbast*), Karſten, und trink nicht ſo viel Grog— er verblendet dir die Augen.“— Und ſich wieder zum Jäger kehrend, fragte er ruhig weiter: ‚ihr ſeid alſo zuletzt und geſtern noch drüben geweſen?“
Der Gefragte nickte kurz:„ſo ſind wir, Vater.“
„Nur ein paar Stunden?“
*) Im Plattdeutſchen bedeutet„verbast“ etwa ſ betäubt, eingenommen, auch verdummt.
o viel wie:


