Elftes Kapitel.
„Der Teufel hole ſie, ſie taugen alle nichts! Guck ſie an, wie ſie da ſitzen und harren und ſeufzen und heu⸗ cheln, alle wie ſie gebacken ſind! Was fragen wir nach ihnen, was brauchen wir ſie? Bis die ihre Fingerhand⸗ ſchuh ausziehen und ihre koſtbare feine Haut riskiren, das könnt' lange währen!“
Der Schäfer antwortete nicht ſogleich, ſondern ſchaute den Grollenden während einiger Zeit gleichſam zerſtreut an, bis er endlich ſein Glas heranzog, trank und, es niederſetzend, mit voller Ruhe und einer gewiſſen Ueber⸗ legenheit bemerkte:„Das iſt nichts als Geſchwätz und umſonſt, denn wir werden weder die Einen los noch die Anderen, und können nichts ohne ſie,— noch weniger als ſie ohne dich und deine Jungen. Wären ſie ſo tollköpfig wie ihr, ſo liefen ſie zugleich mit euch ſich die Köpfe ein — glaub's ſchon. Allein ſie ſind es Gottlob nicht. Sie bauen nicht einmal auf das, was unſer Land vermag, ſondern wollen mehr, wollen weitere Hülfe haben; und das iſt ganz recht, denn wir heizen doch nicht mehr als ein Strohfeuer an, man ſchüttet's mit einem Eimer Waſſer aus. Erſt wenn es rund umher brennt, dann zündet's auch hier an, dann gibt's die rechte Lohe. Sonſt bleibt's wie dazumal, als du dein Haus in die Luft jagteſt— nach dem erſten Spektakel krähte kein Hahn darnach.
„Grade du könnteſt beſſer wiſſen als viele, wie es ſteht,“ redete er nach einer Pauſe weiter, während Kar⸗ ſten, ſichtbar keineswegs überzeugt, ſich ſchweigend und mürriſch ein neues Glas miſchte.„Sage ſelbſt, ob der „Engelländer“ euch— dir und was zu dir hört, mein'


