Auch ein Tabakscollegium. 13
ich— auch nur eine Flinte auf Borg geben würde oder ein Pfund Pulver? Und ſage ſelbſt, ob ihr ohne dieſe Flinten, ohne das Pulver was präſtiren könntet? Eure Meſſer und Beile und Bootshaken ſind gut genug, aber den Franzmann jagt ihr damit nicht aus dem Lande.— Wie ſteht's, Karſten? Wie ſieht's mit Armatur und Muni⸗ tion aus?“
Dieſe letzten Fragen hatten auf den ſtörrigen Ge⸗ ſellen ſichtbar einen jähen und tiefen Eindruck gemacht. Er ſtarrte den Greis wenigſtens eine Weile wie verblüfft an und meinte dann grollend:„beim Teufel, haſt Recht, Steffen, haſt Recht! Das Krämerpack drüben ſchenkt uns keinen Sixpence. Baar Geld! heißt es ſtets zuerſt bei ihnen. Und wie es ſteht, fragſt du? Na die alten Keller ſtecken hübſch voll, wie eine Bratgans; allein daß für alle was da, daran fehlt noch viel. Weiß aber auch nicht, wann es genug ſein wird, denn dies verdammte Wetter macht alle Conjuncturen zu Schanden. Wir können nicht hinaus, ſie nicht heran. Es ſchwabbelt da draußen wie— der eine Bark herum, aber—“
„Na, ſiehſt du wohl?“ fiel Steffen ein, und in ſeinem Geſicht zeigte ſich wieder einmal etwas, wie ein leiſes Lächeln, da er die angeſchlagene Weiſe bei dem wilden Trotzkopf ihm gegenüber wirkſam werden ſah, ohne daß derſelbe ſeines Kunſtgriffes recht gewahr zu werden ſchien. „Nun ſagt' ich vorhin: wir zünden an, wenn es ringsum brennt. Und jetzt ſprich du, Karſten— brennt's ſchon? Wie ſieht es im M.ſchen aus, im Preußiſchen? Brennt's? — Unter der Aſche glimmt's, nichts weiter, und die es


