Auch ein Tabakscollegium. 5 ſeh's, daß du ſchon Feuer im Stubenofen gemacht und es hier ſo eilig haſt, als ob's Gäſte gäbe. Könnteſt Recht haben, Regine!“ fügte er hinzu.
„Ich habe Recht,“ entgegnete ſie gedämpfter redend und ſich näher zu ihm neigend.„Es ſitzt Einer drinnen — ſchon ſeit einer Stunde 2“*
„Was du ſagſt! Und wer iſt's?“ fragte er unge⸗ wöhnlich lebhaft.
„Das weiß ich nicht, Großvater. Ein alter bärbeißi⸗ ger Menſch ſcheint's; vorhin kam er in einem Schanzläu⸗ fer und in der Pudelmütze, ſah grade aus wie'n Eisbär, und im Nacken hat er'n Zopf, wie mein Arm ſo dick. Dann ging's Kommandiren los, die Stube wollt' er gleich warm haben und heißes Waſſer. Nun ſitzt er hin⸗ ter dem Ofen, dampft wie'n Schornſtein und trinkt dazu, er hat eine Flaſche Rum mitgebracht.“
„Sieh, ſieh,“ meinte der Alte, und zog gemächlich ſei⸗ nen Rock aus und hängte ihn zum Trocknen in der Nähe des Küchenfeuers auf.„Hab' mir dergleichen freilich ge⸗ dacht, aber auf den Kindskopf— na, s iſt auch gut,“ fügte er hinzu und wandte ſich gegen die Thür.„Du weißt ja Beſcheid, Regine, und gibſt Achtung. Und im Uebrigen ſchick nach dem Hofe und laß dir Eſſen für mich holen, wenn deines nicht reicht. Der Burſch' mag den ganzen Tag bleiben.“
Damit trat er in das ziemlich große, aber niedrige Zimmer, aus dem ihm eine Wärme entgegendrang, wie ſolche Leute ſie in ihrem Hauſe lieben, und zugleich mit dieſem Eintreten tauchte hinter dem Ofen eine maſſive,


