Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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2l im Himmel

Land und Leute. 309

Ein halb zärtliches, halb träumeriſches Lächeln folgte ihm, da er ſich aufrichtete.Geduld, mein heißer Kopf! ſagte ſie dazu.Die Sterne kommen zuweilen auf die Erde. Man muß nur die Stunde erwarten! Und indem der Ausdruck ihrer Züge wechſelte und ein faſt ſchelmiſcher wurde, fuhr ſie lauter fort:Ich weiß für Sie und mich ſchon den rechten Lohn, Vicomte. Sie ſind einmal wieder Pygmalion und bringen dort meiner armen Nichte ein wenig Luſt und Leben iſt es nicht ſchön, eine Knospe erwachen zu ſehen? Und ich laſſe mir von General Renaud erzählen, welchen neuen Sieg wir mit unſerem Feſte feiern. Nicht wahr, Sie haben heute Mor⸗ gen von ihm gehört? Er kommt beſtimmt? Was ſchreibt denn dieſer liebe General? Laſſen Sie mich ein wenig in Ihre Karten ſehen. Sie wiſſen, ich liebe es, wenn ich meinen theuren Papa oder ſonſt jemand von den lieben Meinigen hin und wider durch eine beſondere Nachricht überraſchen kann.

Wäre Vial wie ſonſt und völlig Herr ſeiner ſelbſt geweſen, ſo hätten ihm die raſchen Uebergänge in Hebe's Weſen ſo gut wie in ihren Worten, vor allem aber dieſe letzte, ungewöhnlich offene und faſt naive Frage nothwen⸗ dig auffallen und reichen Stoff zum Nachdenken geben müſſen. Allein Comteſſe Hebe wußte, was ſie that und wagte. Das Spiel ſchlug dem jungen Manne einmal wieder über dem Kopfe zuſammen; er war in dieſem Augenblicke von ſeiner Gegnerin ſo beherrſcht, daß er alles Andere außer ihr aus den Augen verlor, daß alles, was ſie ſagte, ihm nur des Tones und Blickes wegen