Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Hübertrieben

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Land und Leute. 295

im Grunde und für gewöhnlich keine beſonderen und ſtö⸗ renden Spuren der allgemeinen Calamität auf den Pfaden des täglichen Lebens und Verkehrs ſichtbar wurden. Da waren nicht nur immer noch manche Anhänger der frem⸗ den Regierung und Vergötterer des Kaiſers, und neben ihnen die zatzlreiche Claſſe der Indifferenten und Feigen, der guten ruhigen Bürger, ſondern auch alle diejenigen, welche reich genug waren, um die gegenwärtigen Zuſtände noch ertragen zu können, und zu ſtolz, um dem Feinde die Unerträglichkeit ſeines Regiments ſo oder ſo zu er⸗ kennen zu geben. Am fühlbarſten wurde alles Schwere dort, wo die neuen Maßregeln den Erwerb des Einen willkürlich ſchmälerten, wie bei den Fiſchern, oder faſt gänzlich vernichteten, wie bei zahlreichen Handeltreibenden, oder wo die Einquartierungslaſt auf die armen Teufel fiel, die kaum ſelber zu leben hatten, und wo endlich, wie auf dem Schauplatz unſerer Erzählung, die Grenze nahe und der Kampf für und gegen den Schmuggel zu allem Uebrigen noch hinzukam.

Die Beſitzungen der drei Grafen Rhoda, des Groß⸗ vaters, Sohnes und Enkels, wurden, zumal ſie auf eine weite Strecke hin die Grenze ſelber bildeten, durch alles Mitgetheilte nicht am leichteſten betroffen. Es verſtand ſich im Grunde von ſelbſt, daß die Schmuggler, ſo weit ſie nicht drüben in dem, noch ſeinem alten Fürſtenhauſe unterworfenen Lande daheim waren, ſich zum großen Theil aus den Dörfern recrutirten, welche hier an der Seeküſte entlang und hinter den ausgedehnten Waldungen näher bei einander gelegen waren, als man es ſonſt in dieſen