Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Land und Leute. 289

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Dieſer Verhaftungsverſuch war gänzlich fehlgeſchlagen, hatte ſogar für die damit beauftragten paar Mann noch ſchlimmere Folgen gehabt, als das brutale Auftreten der entflohenen Einquatierung. Die Berſerkerwuth war in Karſten Herbart, den man zwar zum Ausgange bereit, aber noch im Zimmer gefunden, aufs neue und zu einem bei Weitem gewaltigeren Ausbruche gekommen. Wirklich angegriffen, hatte der Mann ſeinen Rieſenkräften vollen Lauf gelaſſen, den führenden Corporal mit dem Kolben ſeiner eigenen, ihm entriſſenen Flinte zu Boden geſchmet⸗ tert, die Flinten der beiden begleitenden Leute wie Rohr⸗ halme zerbrochen und ſie ſelbſt mit lähmendem Entſetzen aus dem Hauſe fliehen laſſen, ihnen die Stücke der Ge⸗ wehre nachſchleudernd. Man war dann— die inzwiſchen angelangten Douaniers und eine größere Zahl Soldaten — förmlich militäriſch gegen das gefährliche Häuschen vor⸗ marſchirt, hatte es umſtellt und endlich vorſichtig betreten — ohne, wie wir ſchon wiſſen, auf neuen Widerftand zu ſtoßen. Denn Karſten Herbart war in der kurzen Zwiſchen⸗ zeit verſchwunden. Von ſeiner alten Schweſter hatten ſchon die zuerſt Erſchienenen und ſo rauh Empfangenen nichts mehr geſehen.— Gleich darauf war dann das Haus mit den meiſten Eingedrungenen in die Luft geflogen.

So war der Hergang geweſen, und man glaubte überall an die Abſicht des alten Schiffers, den Feinden

Hoefer, Fremdherrſchaft. I. 19