Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſanft und

ch ab bzuſpie

f aus der

r gleichſam

5 lle ar uns alle von ihrem bie— nel⸗

und benutt

auf eine

◻

In Hütte und Schloß. 28

erhobenen Augen zu ihm hinüberſtreifte, war wie abwe⸗ ſend. Er ließ ſeine Linke niedergleiten und gleichſam zu⸗ fällig ihre Finger umfaſſen, die auf dem Fenſterbrette ruh⸗— ten. Sie zitterten ein wenig, dieſe Finger, aber ſie ent⸗ zogen ſich ihm nicht, im Gegentheil meinte er ſogar einen leichten Druck zu ſpüren, und da ſie noch immer ſchwieg, flüſterte er:„Glauben Sie's, daß ich Sie anbete, Köni gin der Herzen? Wann— wann kann ich einmal zu Ihnen reden, von Ihnen, von unſeren— Feinden?“

Es war, als erwachte ſie aus einem tiefen Traume, ſo zuckte ſie zuſammen, ſo raſch und faſt unvorſichtig ent⸗ zog ſie ihm ihre Finger, ſo raſch gleichfalls wechſelte in

Tr

dem ihn ſtreifenden blauen Auge die Träumerei mit dem ihm gewohnten kalten Stolze. Und dann ſagte ſie auch mit dem gewöhnlichen nachläſſigen Tone:„In der That, Herr Vicomte, dafür, daß wir keine Schwärmer ſind, haben wir, glaub' ich, lange genug in das Dunkel ſehen. Kommen Sie zum Tiſche.“

Sie ſprach das, wie geſagt, ſo durchaus kalt und nachläſſig, daß er bei etwas geringerer Eigenliebe kaum⸗ noch über das, was in ihr vorgegangen, hätte in Zweifel ſein dürfen. Sie ſchien gar nicht auf ihn und ſeine ſie perſönlich betreffenden Worte geachtet zu haben, und da ſie dieſelben verſtand, war ihre Ablehnung hörbar genug.

Allein theils legte er es ſich anders aus, theils kam er nicht mehr, wenn er dergleichen auch verſtanden, zum Nachdenken darüber. Denn in dem Augenblicke, als ſie ins volle Licht traten, ward Gräfin Hebe's ſilberhelles Lachen vom Kamin her laut, und ſie ſprach auf Deutſch: