Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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5. 278 Neuntes Kapitel.

„Weßhalb?“ wiederholte er, halb und halb verdroſſen und doch auch wieder ergötzt durch dieſe Weiſe, und er fühlte ſich durch die Kälte ſo gut gereizt, wie durch die Schönheit ſeiner Nachbarin erregt.„Weßhalb, Gräfin? — Sie können es nicht mehr beklagen als ich, daß dieſe Ungehörigkeit überhaupt ſtatt fand, unter der Sie alle hier zu leiden hatten. Und daß wir erſt vorgeſtern zu— rückkehrten und davon erfuhren!“

„Sie waren verreiſ't, Herr Vicomte?“ warf ſie gleich⸗ gültig hin, da ſein Innehalten ein paar Worte von ihr zu erheiſchen ſchien.

„Wir waren auf einer Inſpectionsreiſe, Gräfin. Ge⸗ neral Renaud fand bei der Rückkehr von hier die Ordre vor, das Kommando aller Truppen diesſeits der Elbe— doch was rede ich da!“ unterbrach er ſich lebhaft.„Was geht das Sie, was geht das mich an! Genug, Gräfin, ich kam vorgeſtern mit ihm zurück, und anſtatt Sie ſelbſt in S. zu finden, wie Sie uns damals hatten hoffen laſ⸗ ſen, fanden wir ſolche Nachrichten!— Ich habe dieſes Kommando verlangt, ich bin herbeigeflogen und ich habe Rechenſchaft gefordert für das Benehmen dieſer Barbaren, die Sie in dieſer Zeit auf Ihre Gemächer beſchränkten, Gräfin—“*

Es war der erſte Blick, der lebhafter aus ihrem ſtol⸗ zen Auge zu ihm hinüber kam und ihn innehalten ließ, und ſie ſprach auch mit erregterem Tone:„Ja wohl, mein Herr, ſo hörte ich. Wer hat Sie aber dazu er⸗ mächtigt?“

Er ſchaute ſie einen Augenblick prüfend an, bevor er

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