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Ein Salon. 37
trotz Ihrer Anweſenheit unſern Gewohnheiten folgen ſoll⸗ ten, mein Herr General!“— Und auf die artige Ant⸗ wort:„Bitte, bitte, Herr Graf! Ich erwarte das!“— zog er ſich mit ſeiner Correſpondenz ſchleunig an den Tiſch zurück, der in der Mitte des Gemaches ſtand und zur Bereitung des Thee's benutzt wurde. Dort nahm er einen Stuhl, ſetzte ſich und war bald in die Briefe vertieft.
Der General rückte den Seſſel, den der Graf vorhin eingenommen, noch ein wenig näher an den der Dame und ließ ſich nieder.„Sie necken Ihren alten Herrn Papa—,“ warf er hin und ließ ſeinen Blick mit leich⸗ tem Lächeln auf der ſchönen Nachbarin ruhen.
Sie hatte ſich bisher nicht gerührt, ſondern nur den abgehenden Vater mit den Augen verfolgt. Nun wandte ſie dieſe dem Offizier zu, und indem ein leiſes, gleichſam ſchelmiſches Leuchten durch ihr Geſicht zuckte, erwiderte ſie anſcheinend ruhig:„Langweile, lieber General, nichts als Langweile und ein wenig Gewohnheit! Ich muß wie mein theurer Herr Papa ſagen: Sie ſind nicht darauf angewieſen, ſtets hier und mit uns zu leben! Was ſoll ich denn um des Himmels Willen ſonſt anfangen, zumal, wenn man mich, wie in dieſem Jahr, auch um meine Sommerreiſe bringt und der Winter mit ſeiner noch größeren Einſamkeit vor der Thüre iſt?“
„Sie waren allerdings während des Sommers gar nicht fort,“ bemerkte er.„Warum das?“
„Meiner Nichte wegen, Herr General! Sie ſollte im Juni kommen und mit uns reiſen. Dann ſoll ſie
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