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Ein Mon. 31
Menſchen, welche ſich hier um den Sophatiſch und dort um den Kamin gruppirt hatten, vollkommen, den Salon auf das behaglichſte und angenehmſte zu beleben. Ja, es wurde dadurch nur um ſo behaglicher, hätte man an⸗ nehmen müſſen, denn die beiden Partieen konnten ſich in ihrem Plaudern, Lachen und Scherzen jetzt unbekümmert gehen laſſen, ohne daß die eine die andere dadurch ge⸗ ſtört hätte. Und man unterhielt ſich doch lebhaft.
In den Seſſeln zur Seite und gerade vor der Flamme des Kamins ruhten ein Herr und eine Dame, während ein großer und ſchlanker Mann in voller Uni⸗ form und mit den Abzeichen der franzöſiſchen Brigade⸗ Generale ſich von ſeinem Lehnſtuhle auf der linken Seite erhoben hatte und ſich mit dem Arme leicht auf das Mar⸗ morgeſims lehnte. Sein ſtolzes und männlich ſchönes Geſicht, die kühn blickenden, nußbraunen Augen waren der Dame zugewandt und kehrten, wenn er ſie einmal zu der zweiten Gruppe beim Sopha hinüber oder durch das Gemach ſtreifen ließ, ſtets ſogleich wieder zu ihr zurück, als könne er ſich nicht ſatt ſehen an dieſer ſeltſamen und dennoch bezaubernden Erſcheinung, die in ihrer jetzigen Haltung und Ruhe weniger einem Menſchen als einem Bilde glich, das uns aus unſerer Eltern oder Großeltern Zeiten erhalten iſt.
Die Dame war augenſcheinlich nicht groß und ſaß überdies ſo tief in die weichen Polſter ihres Stuhles zu⸗ rückgeſunken, daß ſie noch kleiner erſchien, als ſie in Wirk— lichkeit ſein mochte, und man von ihrem Aeußern nur ein höchſt unvollkommenes Bild gewann. Aber was man


