26 Erſtes Kapitel.
Sie fort, Hoven,“ unterbrach er ſich ſelbſt.„Wie ſteht's mit dem Kriege?“
„Gut, Herr Graf. Die Ruſſen haben allerdings am 17. und 18. Auguſt bei Smolensk eine Schlacht und am 19. bei Walutina ein Gefecht verloren, ſind dann jedoch nur vorgeſchriebener Maßen und vollkommen geordnet zurückgewichen, und die Verluſte des nachrückenden Fein⸗ des ſind von der Art, daß man ſchon jetzt mit ziemlicher Beſtimmtheit darauf rechnen kann, in zwei bis drei Mo⸗ naten werde die große Armee eine ſehr ungefährliche ſein, wenn noch überhaupt etwas von ihr exiſtirt, und mehr an ihre eigene Rettung als an einen Angriff zu denken haben. Leo, der am 28. Auguſt von der Armee als Courier nach Petersburg kam, hat mir darüber höchſt in— ſtructive Mittheilungen gemacht. Beiläufig geſagt, hat fortan an Barclay's Stelle der alte Kutuſow den Ober⸗ befehl, und davon hoffte man in unſeren Kreiſen noch manches Weitere. Jetzt mag es ſchon eingetroffen ſein. Man erwartete auf dem Wege nach Moskau eine neue Schlacht. Doch ich mußte bereits am 30. Auguſt abrei⸗ ſen und konnte auf keine neue Kunde warten.“—
„Nun, Gott gebe ſeinen Segen dazu!“ ſprach der Graf nach einer Pauſe.„Eröffnet ſich uns nur die Mög⸗ lichkeit eines Erfolges, ſo wird es an u nicht fehlen— die Nachricht nehmen Sie von e mein Freund. Nun aber ſollen Sie nichts weiter erzählen. Mein Neffe Eugen— Leo wird ihn Ihnen genannt haben— würde außer ſich ſein, wenn er erſt durch mich und nicht auch von Ihnen über dieſe Dinge unterrichtet würde. Und er
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