Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Komet. 25

die Hände fallen könnte, wo uns der offene, will's Gott ſiegreiche Kampf ſo nahe bevorſteht, der Kampf, auf den ich ſeit ſechs Jahren wie auf meine Seligkeit hoffe!“

Der Graf hatte den Sprechenden mit Theilnahme beobachtet und ließ nach den letzten Worten eine längere Pauſe vergehen, bevor er fragte:„Und glauben Sie wirk⸗ lich an ſolche Nähe des Kampfes?“

„Ja, Herr Graf, daran glaube ich, darauf baue ich!“ lautete die feſte, raſche Antwort.„Wer die Zuſtände und die Stimmung in Preußen, in dem größten Theile von Nord⸗ und Mittel⸗Deutſchland kennt, kann darüber auch ohne die Nachrichten, die ich in Rußland erhalten und die unſere Hoffnungen beſtätigen, nicht in Zweifel ſein.“

„Sie kommen aus Rußland? Dort trafen Sie mit Rettfeld zuſammen?“ fragte der Graf raſch.

„Ja wohl, Herr Graf. Ich bin im Juni nach Pe⸗ tersburg gegangen, um die dortigen Verhältniſſe genauer kennen zu lernen, mit unſeren alten Kameraden immer intimere Verbindungen anzuknüpfen, mit Stein zu ver⸗ handeln, endlich die Kriegsereigniſſe ſchneller und unge⸗ ſchminkt zu erfahren. Mit Rettfeld traf ich dort zufällig und auch für mich überraſchend zuſammen; ich wußte noch nicht, daß er die Halbinſel verlaſſen und jetzt Adjutant des Generals Barclay de Tolly.“

„Auch ich höre dies zuerſt von Ihnen,“ meinte der Andere gedankenvoll.„Freilich dachten wir uns, daß er nicht fern bleiben würde, wenn der Krieg ſich wieder der Heimat näherte. Aber unſere Verbindung iſt begreiflicher

Weiſe eine ſehr ſparſame und unſichere. Doch fahren