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Der Komet. 23
und das ſeine dem Fremdling entgegenſtreckte.„Gott gebe uns viele Vaterlandsfreunde, wie Leo Rettfeld einer iſt!“
Der Jäger ſtieß klingend an, leerte ſein Glas mit einem Zuge und ſagte, es niederſetzend:„Ich ſtimme mit Leo nicht überall überein, aber Ihren Toaſt ſpreche ich dennoch mit ganzem Herzen nach. Mein Name wird Ihnen ſchwerlich bekannt geworden ſein— ich heiße Hoven—“*
„Friedrich von Hoven, vordem Rittmeiſter bei Ru⸗ dorff⸗Huſaren?“ unterbrach ihn der Graf ungewöhnlich lebhaft.
„Ja, der bin ich, Herr Graf. Rettfeld und ich ſtan⸗ den beim gleichen Regimente.“
„Und Sie glauben, daß ich Sie nicht kenne, mein Freund?“ ſprach der Graf faſt heiter und bot dem An⸗ deren herzlich die Hand hin.„Schlagen Sie ein, Herr von Hoven! Ich bin glücklich, die Hand des treueſten Patrioten faſſen zu dürfen, von deſſen Wirken, von deſ⸗ ſen Zügen ſchon längſt bewundernd unter uns die Rede. Seien Sie mir willkommen, tauſendmal willkommen! Wen ich auch in dem kurioſen Jägersmanne geſucht haben mag, eine ſolche Entdeckung habe ich nicht vermu⸗ thet, nicht gehofft, daß„der Komet“ ſeine Bahn auch ein⸗ mal durch unſere ferne Gegend nehmen werde!“
Herr von Hoven lachte.„Alſo den Namen, den man mir anfänglich im Scherze, ſpäter ernſtlich und vor— ſichtshalber zudictirt, kennen Sie hier auch ſchon?“ fragte er.„Hätte ich übrigens geahnt, daß ich hier zu Lande


