Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Komet. 15

Der Fremdling ſchaute den Douanier mit keines— wegs freundlichen, geſchweige denn mit demüthigen Blicken an. Finſter maß er ihn von unten bis oben und wie⸗ derholte erſt dann, halb gegen den ſchweigend darein ſchauenden Grafen gewendet:„Passeporte? Heißt das etwa, daß der Mann hier meinen Paß ſehen will? Ich bin nicht franzöſiſch geſchult. Das Vergnügen kann er jedoch haben.“— Und damit fing er an, den Ranzen weiter nach vorn zu ziehen und in ſeinem Inhalt nach dem Papier zu ſuchen.

Den Beamten ging es damit nicht raſch genug, denn der Erſte ſtieß immer ungeduldiger ſein wiederholtes „vite, vite!“ heraus, und der zweite Douanier ſagte plötz⸗ lich— es ſchloß ſich in dieſer Scene freilich alles raſch genug an einander— im fließendſten Deutſch, mit dem brutalen Blick und Ton, mit dem dieſe Ehrvergeſſenen damals häufig genug gegen ihre Landsleute renommirten: „Na, wird's, Geſell, oder ſoll ich Ihm helfen? Das Stockhaus in S. wird das beſte Quartier für Ihn ſein, merk' ich.“ Damit riß er ſelber die Jagdtaſche des Fremdlings weiter vor und griff mit voller Hand hinein.

Eine ungeſtüme ſtolze Wendung des Jägers machte dieſelbe aber noch ſchneller zurückfahren, als ſie zugegrif— fen; ein drohender, blitzender Blick trieb dem Frechen das Blut in die Wangen und ließ ihn mechaniſch nach dem

Carabiner langen, den er über die Schulter gehängt trug.

Aber auch der Fremde hatte ſein Gewehr ſchon in der Hand, das Tuch war von den Schlöſſern, und indem er nun mit der Linken die verlangten Papiere hinbot, ſagte