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14 Erſtes Kapitel.
Polizeidienſte übertragen. Dies trug mehr als alles Andere dazu bei, daß der Haß gegen die Fremdherrſchaft bis in die unterſten Klaſſen hinein drang und daß bei der endlichen Erhebung gerade in den Küſtenſtrichen der Nord⸗ und Oſtſee, welche dem franzöſiſchen Reiche ein⸗ verleibt waren, ein Enthuſiasmus aufflammte, wie er ſogar drinnen in Preußen nicht grimmiger und nachhalti⸗ ger zu finden war.
Selbſt jetzt ſah es für die Fremden ſchon mißlich genug aus. Man heuchelte nicht einmal mehr Freundlich⸗ keit gegen ſie, von ruhig duldendem Gehorſam war bei den Unterdrückten nur ſelten noch etwas zu finden. Trotzig und die Drohung in den Augen, gaben ſie bei Gelegen— heit vielleicht dem Zwange und der Gewalt nach, allein aus ihrem Haß machten ſie nirgends mehr ein Geheimniß. Daneben gab es bereits überall die ſchlimmſten Händel, auf welche häufig freilich nur die Nacht herunterblickte mit ihren ſchweigenden Sternen oder ihren dichtſchattenden Wolkenſchleiern. Der Dienſt der Douanen wurde von Tag zu Tag gefährlicher und endlich kaum noch zu ver ſehen, und es iſt begreiflich, daß die Beamten allmälig den Haß und Grimm mit ähnlichen Gefühlen erwiderten und alle Schonung immer mehr aufgaben. So ging das hin und her, und wenn die Wogen reden könnten, die jene Küſten umrollen, oder wenn die dunklen Waldungen und öden Heiden erzählen wollten, welche die Gelände dort bedecken— es möchten uns Mären zu Ohren kom⸗ men, wie ſie aus keiner Zeit unſerer Geſchichte uns finſte⸗ rer und blutiger berichtet werden.—


