Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Komet. 11

als freundlich:Na, wen haben wir denn da? Was hat Er mit Hund und Flinte im Revier zu thun, Geſell?

Der Fremdling gab den Blick ruhig zurück.Ich bin ein Jäger, der eine Stelle ſucht, verſetzte er.Der Schäfer draußen hat mich auf dieſen Weg gewieſen, der mich nach Dreiheiligen führen würde. Ich habe Empfeh⸗ lungen von Herrn von Rettfeld an den Herrn Grafen, und ein Anliegen an denſelben.

Er hatte die letzten Worte, zumal den Namen, mit leiſerer Stimme geſprochen und ſich, wie unwillkürlich, da⸗ bei auch umgeſehen.

Der Reiter, der ein paar Schritte zurückhaltend bis her ſchweigend zugeſchaut hatte, nahm jetzt die kurze Pfeife aus dem Munde und ſprach in eigenthümlich mildem, gleichfalls gedämpftem Tone:Leo Rettfeld, ſagt Er? Rede Er heraus, Freund; ich bin, den Er ſucht. Oder will Er's mir lieber erſt daheim ſagen, ſo komme Er nur. Wir gehen nach Hauſe.

Der Fremde hatte ſich überraſcht dem Sprechenden zugewendet, an dem nichts auf den hohen Stand hinzu⸗ deuten ſchien, zu dem er ſich eben bekannt; er ſah viel⸗ mehr etwa wie ein wohlhabender Pachter oder einer der reichen Bauern dieſer Gegend aus. Die Kleidung war landesüblich, anſtändig zwar, doch keineswegs fein, und einzig die durchgängig dunkle Farbe ihrer Stoffe mochte auf eine höhere Stellung des Mannes hindeuten. Sein Geſicht freilich, das der Fremde bisher nicht beachtet, machte jedem Zweifel ein Ende. Es war ein kleiner Kopf mit bereits ganz ergrautem Haar, ein Geſicht mit ernſten,