Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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1 10 Erſtes Kapitel.

das geübte Auge des Wanderers ſtieß auf mehr als eine Fährte von ſtarken Hirſchen und Schweinen, und Rehe kreuzten ein paarmal nicht fern von ihm wenig ſcheu die Straße.

Kach und nach zeigten ſich freilich einige Spuren der ordnenden Menſchenhand; der Pfad führte jetzt in einem wirklichen und prachtvollen Hochwalde hin, deſſen gewal⸗ tige Eichen und Buchen den Boden unter ihren weitſchat⸗ tenden Wipfeln verhältnißmäßig frei und wegſam erhiel⸗ ten. Von einem Ende des Forſtes aber ließ ſich trotzdem noch immer nichts entdecken, und da die Sonne ſchon tief ſtehen mußte, wurde der Jägersmann doch nachgerade wieder zweifelhaft, ob ſein Weg der richtige. Er folgte demſelben nunmehr bereits zwei Stunden lang, und jetzt wurde der Forſt obendrein auf's neue dichter, das Unter⸗ holz zeigte ſich häufiger und beſchränkte, bis an die Straße herantretend, jede Ausſicht und Umſchau. Und der Fremd⸗ ling athmete ordentlich erleichtert auf, da er nach einer plötzlichen Biegung des Pfades mit einem Male in ge ringer Entfernung vor ſich Menſchen erblickte einen Reiter und einen Fußgänger, den letzteren auf dem feſten Grabenrande dahinſchreitend, während der Erſtere ſein Pferd mitten auf der Straße gehen ließ. Er beſann ſich nicht lange, ſondern ſtieß einen ſchallenden Hollah⸗Ruf aus.

Das Paar machte Halt, ſchaute ſich nach ihm um, kam ihm ſogar einige Schritte entgegen, und der Fuß⸗ gänger, gleichfalls ein Jägersmann, muſterte ihn mit ziemlich finſterem Blick und meinte dann nichts weniger