8 Erſtes Kapitel.
zahlloſen Runzeln und Falten wie erſtarrte Geſicht dem Dünenſtriche zugewandt und die Augen mit glanzloſem, todtem Blicke in's Leere hinein gerichtet— ein unheim⸗ liches Bild, faſt als ſei eine Geſtalt aus einer der alten,
finſteren Sagen dieſer Küſtengegenden ſpukhaft wieder
emporgeſtiegen aus ihrer Ruhe und ſchreite erſchreckend durch das volle Licht des glänzenden Tages.
Der Fremdling beobachtete dieſe wunderſame Erſchei⸗ nung mit einem Intereſſe, das jedoch nicht ohne ein ge⸗ wiſſes Mißtrauen zu ſein ſchien. Sein Auge ruhte feſt auf dem Alten, er berührte nach einer Weile ſogar die Schulter deſſelben nicht gerade leiſe und ſagte laut:„Nun weiter, Vater! Ich kann hier nicht ewig auf Eure Ein⸗ fälle hören!“— Das Alles brachte auf den unheimlichen Greis jedoch nicht die geringſte ſichtbare Wirkung hervor, ſein Körper zeigte nicht die leiſeſte Bewegung, ſeine Wim⸗ per zuckte nicht einmal. Und da ſchüttelte der Jäger end⸗ lich nur verwundert den Kopf, brachte den Hund durch einen Ruck auf die Beine und ging, ſich abwendend, über das Feld hin der angedeuteten Richtung zu.
Nach einer kurzen Strecke machte er Halt und ſah ſich um— der Alte ſtand unbeweglich auf demſelben Flecke; ſein Geſicht konnte der Fremdling von hier aus nicht mehr ſehen.—„Kurios!“ murmelte der Mann vor ſich hin.„Sollte das keine Komödie, ſondern einer der Anfälle ſein, von denen Rettfeld ſprach? Immerhin! Möge es werden nach ſeinen Worten!“— Und er ſchritt weiter.
Als er nach einer Viertelſtunde das Ende der Stop⸗
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