Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Komet. 7

deutſch ſprach, ſich durchaus anders ausgedrückt, und der Alte hatte daher wohl ein Recht zu ſeiner nächſten miß⸗ trauiſchen Frage:Wo iſt Er denn eigentlich her?

Der Fremde ſchien ihn auch zu verſtehen, denn er antwortete mit Kopfſchütteln:Laßt das gut ſein, Vater. Ich ſtamme freilich aus Mecklenburg, mußte mich aber längſt ſchon in aller Herren Ländern umhertreiben. Genug davon. Ich merke, Ihr ſeid ein treuer Mann und habt mich verſtanden. Darum, kann ich heute noch nach Drei⸗ heiligen oder Rhodenfelde kommen, treffe ich ſie daheim? Wie ſieht es ſonſt hier bei euch aus? Iſt in Nieder⸗ Rhoda gar nichts zu machen?

Der Schäfer ſtarrte eine geraume Weile lebloſen Auges in die Heide hinein, bevor er, ſich aufraffend, den Fremdling mit einem gleichen, faſt abweſenden Blicke ſtreifte und, mit der Hand gegen die Laubwaldungen deu⸗ tend, in murmelndem Tone ſagte:Da liegt Dreiheiligen. Geh' Er nur über die Stoppeln. Und indem ſich ſein Auge wieder der Ferne zuwandte, fuhr er, leiſer und lei ſer ſprechend, ſo daß man ſeine Worte kaum noch aufzu⸗ faſſen vermochte, mit eigenthümlich zwiſchen Klage und Drohung ſchwankendem Tone fort:Ihre Zeit iſt gemeſ⸗ ſen und ihr Ziel ihnen geſetzt. Die Hand des Herrn iſt über ihnen und läßt ſie nicht. Ich ſehe das Blut fließen und all ihren Hochmuth hingeſtreckt in Nacht und Noth, und die Waldhunde zerren an ihrem Gebein.

Die Stimme ſank immer tiefer und zu einem nicht mehr verſtändlichen Murmeln hinab; die große, hagere Geſtalt ſtand regungslos, leicht vornüber gebeugt, das in