Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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Der Komet. 5 ziel ſuchen mochte. Der Hund, der mit einer Leine am ſchweren Ranzen befeſtigt war, hatte ſich niedergeſtreckt, den Kopf auf die gekreuzten Vorderläufe gelegt und blin⸗ zelte ſchläfrig in der Sonne.

Da ſtreifte der Fremdling ſeinen Nachbar plötzlich mit einem prüfenden Blicke, richtete ſich, wie zu einem Entſchluſſe kommend, raſch auf, warf die Flinte leicht über die Schulter, und mit einem Male Plattdeutſch re⸗ dend, was er vorhin kaum zu verſtehen geſchienen, ſagte er mit einer gewiſſen barſchen Zutraulichkeit:Ihr ſeid doch der alte Steffen Schütze aus Dreiheiligen? Herr von Rettfeld erzählte mir, daß Ihr wie ein Wahrzeichen ſtets auf dieſem Terrain zu finden und mir über alles Aus kunft geben könntet. Seid Ihr aber der Steffen nicht, ſo weiſ't mir den richtigen nach, und ich will Euch nicht weiter inkommodiren.

Der Schäfer hatte ſich aufgerichtet und ſogar das Strickzeug in Ruhe geſetzt; durch das verwitterte Geſicht ging wenigſtens eine Art von Bewegung, ſeine Augen ruhten auf dem Anderen faſt mit einem prüfenden Blicke, und endlich da der Fremde ausgeredet, ſprach er mit hör⸗ barem Intereſſe:Rettfeld, ſagt Er? Herr Leo von Rett⸗ feld iſt in der Fremde, wir wiſſen nicht, wo. Wo hätte Er den getroffen? Er lügt mir da was vor, glaub' ich.

Das thu' ich nicht, Alter, verſetzte der Jäger leb⸗ haft.Ich ſah ihn noch vor vier Wochen gewiß und wahrhaftig! Und war es zufällig oder nur eine Be⸗ kräftigung der ſchwurartigen letzten Worte, er legte dabei