Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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4 Erſtes Kapitel.

geſpannt und wehten, leiſe ſchwebend, von den grauen Weiden weit hinaus über die Straße und das Gefilde.

Ja, es war ein ödes Gelände, das ſich hier vor dem Fremden aufgethan hatte, und die heitere Höhe und ihr voll und warm herabflutendes Licht brachten kein Leben in die Gegend. Im Heidekraut ſummten noch Bienen, Schmetterlinge ſchwebten vorüber oder ſonnten ſich an den Weidenſtämmen, die Schafe weideten weiter und weiter über das Brachfeld hin gegen die weitläufigen Hürden zu, die drüben ſichtbar wurden. Der Hund war in ihrer Nähe geblieben und ließ nichts von ſich hören; der Schäfer lehnte auf ſeinem Krückſtocke und ſtrickte.

Es war alles ſtill und lebenslos, kein Laut, auch nicht einmal ein Vogelruf unterbrach das Schweigen, und ſo weit man ſpähte, man ſah kein Haus und kein Dach,

keinen Thurm, nichts, was an die Menſchen und ihre

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Behauſungen erinnerte, es müßte denn die Schäferhütte dort neben dem Pferch geweſen ſeyn, oder die Wohnungen der Todten, die Grabhügel untergegangener Geſchlechter. Und dennoch lag in dieſer Oede etwas Erhabenes, und dennoch erhob es ſich aus der unendlichen Einſamkeit rings wie ein geheimnißvoller, bannender und verlockender Zau⸗ ber, und die melancholiſche Stille dieſer Gebiete umfing Seele und Sinne mit einem ruhigen, träumeriſchen Frieden.

Seit der Schäfer den Hund fortgeſchickt hatte, war eine lange Weile vergangen, ohne daß zwiſchen den beiden Menſchen ein weiteres Wort oder auch nur ein Blick noch ausgetauſcht worden wäre. Der Alte ſtrickte, der Jäge ſchaute gegen den Laubwald hin, hinter dem er ſein Reiſe⸗