Der Komet. 3
obgleich dieſelbe, man hätte ſagen mögen, eben ſo ſtill und theilnahmlos vor ihm war, wie der alte Mann da neben ihm mit dem ſtarren, verwitterten Geſichte und den ſtum⸗ pfen, ſchier farbloſen Augen.
Es war eine weite Fläche, auf der ſich als einzige Erhebungen hier und da einer jener Grabhügel, die man Hünengräber heißt, und in einiger Entfernung nach vorn eine Reihe kahler Dünen bemerkbar machten, hinter denen die See ihre Wellen heranrollen ließ. Die ziemlich magere Brache, auf welcher die Schafe weideten, ging rechts in ein ödes Moor⸗ und Heideland über, das dennoch durch die gerade üppig blühende Heide, durch Immortellen, Ginſter⸗ und Wachholderbüſche dem Blicke mehr Abwechs⸗ lung bot, als die Haferſtoppeln, welche ſich links ausbrei— teten. In einiger Entfernung zeigte ſich rings umher Wald, rechts, hinter dem Heidelande, erſchienen Kiefern, die, wie überall, auch hier mit dem ſchlechteſten Boden hatten für⸗ lieb nehmen müſſen; links, wo die Sand⸗ und Heidegründe, wie hier zu Lande häufig, in den ſchwerſten Marſchboden übergehen mochten, waren ausgedehnte Laubwaldungen. Man ſah es ſelbſt in dieſer Entfernung, daß das Grün des Laubes ſich ſchon zu entfärben begonnen, und die Blätter der alten, rauhen Weiden, welche eine durchſchlei⸗ chende, ſandige Landſtraße einfaßten, waren zum Theil bereits gelb. Denn es war ein ſpäter Septembertag, und wie blau der Himmel ſich auswölbte und wie ſtrahlend die Sonne über die Fluren⸗ leuchteis ſelbſt zu dieſer frühen Nach⸗ mittagsſtunde war die Luft von einer beſonderen Friſche, die Sommerfäden hatten ſich über Stoppeln und Brache
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