Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1854)
Entstehung
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genommen? Tanzte dann, die Röcke ſchüttelnd, vor der Hütte herum.Haſt dir einen ſchönen Garten angelegt, Lumpenkübler, ſeit geſtern! Die Meien hat das Hexen⸗ anni wachſen laſſen übernacht und griff nach einer der blühenden Stauden, die ihr wurzellos in den dürren Händen blieb; darüber brach die tolle Greth in ein jubelndes Gelächter aus.Schaut, ſchaut den Hexengarten! und faßte Sträucher und Stauden, eines nach dem andern und riß die wurzelloſen, die nur loſe im Boden ſteckten, aus der Erde.

Kienholzanni war nicht länger zu halten. Wüthend ſtürzte es zur Thüre hinaus, die Waldgreth zum Schweigen zu bringen. Ob dieſem Lärm und Geſchrei öffnete ſich der Geißenſtall und der Apoſtelkopf, welchem der Regiſſeur Poveretti bei der heu⸗ tigen Vorſtellung die Geſangpartieen der hinter der Scene ſpielenden Rothblöſche und Schwarzſchecken zugetheilt hatte, ſtreckte vorſichtig ſein weißgelocktes Haupt heraus.

Ueber all dieſe Enthüllungen war Herr Nehrlich, vor Schreck und böſem Gewiſſen an Gliedern und Zunge ge⸗ lähmt, in ſeinen Stuhl zurückgeſunken und ſtotterte etwas von geſunder Waldluft, welche der Arzt dem ſchwächlichen Kinde verordnet habe. Zornfunkelnden Blickes ſtand der Amerikaner vor ihmSchurke! Doch ſenkte ſich bald wieder ſein erhobener Arm, ſeine zorngeröthete Stirne entfärbte ſich wieder.Dem Zuchthaus werden Sie, Herr Notar, und ihre würdigen Helfershelfer doch nicht entrinnen und der Amerikaner wandte ihm verächtlich den Rücken, faßte Rudeli bei der Hand und verließ mit dem Knaben des Lumpen⸗ küblers Haus, den Fußpfad einſchlagend, welcher durch's Galgenhölzli nach der Landſtraße führte.

Als die Komödie, in welcher Poveretti mit Luſt und Liebe eine Hauptrolle übernommen, ſich tragiſch zu entwickeln begann, hatte der Schalk nichts eiligeres zu thun, als ſich aus dem Staube zu machen, denKübelbauer und die