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„Kübelbäurin“ ſammt dem Notar ihrem Schickſal überlaſſend. Auch der Lumpenkübler fand die Stubenluft zu ſchwül und ſuchte, die allgemeine Verwirrung benützend, bei Zeiten das Freie. Liſi und Bethi waren gegangen, ihre zehn Paar Nägel der Mutter zur Verfügung zu ſtellen. Nur der Herr Paſtor, ſonſt Meerkrebs, hatte ausgehalten und unter der Thüre lauernd der Dinge geharrt, die nun vorkommen würden.
Als der Amerikaner den Rudeli bei der Hand ergriff, und ſich anſchickte, das Haus zu verlaſſen, machte ſich auch der Meerkrebs, mit langen Schritten dem Galgenhölzli zueilend, davon.
Es war ſchon tiefe Dämmerung eingebrochen, als der Vater und ſein Kind den Steg überſchritten, der über den Bach führte. Wäre es heller geweſen, ſo hätten ſie vielleicht eine lange ſchwarze Geſtalt entdeckt, die ſich jenſeits des Stegs hinter dem Stamm einer Eiche zu verbergen ſuchte. Kaum waren die beiden Wanderer an der Eiche vorbei, ſo ſprang der Meerkrebs, einen Knittel ſchwingend, aus ſeinem Verſtecke hervor.
Ein kurzer Wortwechſel,— knickende Aeſte,— rauſchendes Laub,— ein dumpfer Schrei und ein ſchwerer Fall. Dann eilige Schritte und endlich tiefe Stille.———
Kurze Zeit nach dieſem Vorfall fuhr ein Mann aus der Schweiz kommend und von einem braungelockten Knaben be⸗ gleitet von Havre nach Amerika ab.
Der Meerkrebs war zum großen Leidweſen der Kloſter⸗ frauen, die ſich auf dem beſten Wege wähnten, dem Himmel ein verlorenes Schaf zurückzuführen, ſpurlos verſchwunden. Nicht lange, ſo verließ auch der Lumpenkübler ſammt Familie ſeine Hütte im Galgenhölzli und zog aus der Gegend. Notar Nehrlich galt noch längere Zeit als der brävſte Mann der Stadt, bis er ſchließlich zu männiglicher Verwunderung wegen falſchen Wechſeln in's Zuchthaus kam.
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