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und Milchwirthſchaft, von welch letzterem Zweig des Bauern⸗ weſens ſie mit um ſo größerer Sachkenntniß reden durfte, als ſie ſo eben beſchäftigt geweſen war, das Buttern in dem geliehenen Ankenkübel in Ermanglung von Rahm mit klarem Bachwaſſer zu probiren. Nebſt dem Notar und dem Paſtor nahm auch des„Kübelbauers“ Meiſterknecht lebhaften Antheil am Geſpräch. Der Amerikaner begnügte ſich, aufmerkſam zuzuhören und die Geſellſchaft im Stillen zu beobachten.
Da ſteckte unverſehens die Waldgreth den Kopf zur Stube herein.
„Juheh, rief ſie,— ſchon wieder Bettlerkilbe! Da wird unſerein wohl auch dabei ſein dürfen?— gehöre ja auch zur Zunft,— nicht wahr Schnapsbrüderlein?“— Kienholzanni machte ſich ſprungfertig, der unberufenen Schwätzerin mit den zehn Nägeln in's Geſicht zu fahren; aber Poveretti winkte ab.„Eine arme Närrin“, belehrte er die Gäſte,„die hier zu⸗ weilen den Gottswillen empfängt. Komm ein andermal Greth“, fügte er bei,„du ſiehſt, es ſind jetzt Herren da.“— „Saubere Herren, die beim Lumpenkübler zu Gaſte ſitzen und an ſeinem Tiſche Bettelſuppen lappen! Lumpenherren, Bettlerherren, Bettlerlumpen, Lumpenbettler,—— alle gleiches Pack, Lumpenpack, Bettlerpack— die Waldgreth gehört auch dazu; macht ihr Platz, ihr Herren Lumpenbettler!— Platz da beim Bettlerſchmaus! Herunter mit der Flaſche, die ſich dort hinter dem ſchwarzen Buche verſteckt,— herunter mit der Schnapsflaſche, Schnapsbrüderlein!“—„Schafft uns die Raſende vom Halſe“,— rief der Notar, blaß wie ein Leintuch. Der Lumpenkübler übernahm die Exekution. Aber zum Schiebfenſter herein ſchrie die Waldgreth:„Haſt die Ofenſtange gemolken, Bettelmutter, Hexenmutter, deinen Anken⸗ kübel zu füllen? oder haſt die Nidle*) oben ab dem Bach
*) Nidle= Rahm.
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