Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1854)
Entstehung
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zurück. Des Lumpenküblers würdige Gefährtin jedoch begab ſich in größter Eile, ohne einmal unterwegs an einer einzigen Glocke zu ziehen, auf den Heimweg. Nur der Lebkuchenfrau am Thor ertheilte ſie im Vorbeigehen noch einige wichtige und geheime Aufträge. Auf der Landſtraße traf Kienholz⸗ anni den Poveretti an, der den Torniſter auf dem Rücken und den Kalabreſer auf dem Ohr im Begriffe ſtand, noch einmal als ausgewieſener Teſſiner auf Reiſen zu gehen. Anni wußte ihn aber zu bewegen, nach dem Galgenhölzli ſeine Schritte zu wenden, wo er zur Ausführung eines ſchwierigen Planes durchaus von Nöthen, da der Lumpenkübler viel zu dumm zu ſolchen Dingen ſei.

Gegen Abend deſſelben Tages ſehen wir zwei Männer auf der Landſtraße gehen, welche am Galgenhölzli vorbeiführt. In einem derſelben erkennen wir den Notar mit dem Paar ſaffrangelber Haare. Sein Begleiter iſt kein anderer, als der Fremde, welcher geſtern im Galgenhölzli an der Eiche gelehnt ſtand und dem Rudeli zuſah, der Mühlen baute.

Als der Notar von der Straße gegen des Lumpenküblers Haus abbog, ſtutzte der Fremde in ſichtlicher Verwunderung und äußerte dann den Wunſch, dem Knaben und deſſen Pfleg⸗ eltern vorläufig noch unbekannt zu bleiben. Was Herrn Nehrlich betrifft, ſo hellten ſich ſeine erſt noch ziemlich umwölkten Züge um ſo mehr auf, je mehr man ſich dem einſam ſtehenden Hauſe hinter dem Galgenhölzli näherte. Es hatte ſich hier ſeit heute früh eine wunderbare Veränderung zugetragen. Der Wald von Neſſeln, Diſteln und anderem Unkraut, der ſonſt in merkwürdiger Ueppigkeit rings um die Hütte wucherte, war ſtark gelichtet worden. Vor der Fronte des Hauſes, wo geſtern noch jahrealter Unrath aufgehäuft gelegen hatte, ſah man ſogar etwas, das einem Gärtchen glich, nämlich regel⸗ mäßig ſtehende Sträucher und Stauden, welche den Weg zur Hausthüre umſäumten, jedoch weniger der Gartenflora, als der Waldflora anzugehören ſchienen. Das Stück Pflanzland,